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Interview: Paul Ameloot, Delta Light

beMatrix

Paul Ameloot, Erfinder und Designer des DeltaMatrix-Systems, erzählt uns mehr über die Entstehung und die Evolution des Vorläufers des beMatrix-Rahmensystems. Das Familienunternehmen Delta Light, das jetzt in der 2. Generation durch die Söhne Jan & Peter geleitet wird, hat sich zum Marktführer und Trendsetter für architektonische Beleuchtung entwickelt und zählt heute verschiedene Marken, Partner und Tochterunternehmen in über 120 Ländern weltweit. 

Wie ist das Produktsortiment von Delta Matrix entstanden?

„Ursprünglich haben wir mit der Entwicklung von Profilen für Beleuchtungen in der Standbau- und Veranstaltungswelt angefangen. Unter dem Druck der Konkurrenz verkaufte ich 1989 mein Hifi- und Stereogeschäft Stereohouse. Ich sah mehr Wachstums- und Gewinnmöglichkeiten im Verkauf von Beleuchtung und Systemen für Präsentationen auf Messen und Veranstaltungen. Ich hatte bereits ein wenig Erfahrung in der Herstellung von Beleuchtungsarmaturen für Diskotheken in der Umgebung. So kamen wir auf das Delta Line Profil. Ein schönes Sortiment, aber die Aufbauzeit der Stände mit diesem Profil war einfach zu lang. Also suchte ich weiter nach einem neuen Prinzip, mit dem wir die Nachfrage des Markts beantworten konnten: schneller Aufbau, kompakt und ein System, das auch die Möglichkeit bietet, Paneele, Produkte oder Fotos zu integrieren.

Die erste Generation der Rahmen wurde lanciert und war aus Stahl. Das Gewicht der Stahl-Rahmen war allerdings noch ein Thema und die Lackierung dieser Rahmen war auch nicht ganz so einfach. Wir konnten in den Löchern nicht präzise genug lackieren, wodurch wir dann langfristig Beschwerden darüber bekamen. Aus diesem Grund stellten wir schnell auf Aluminium um, womit beide Probleme auf einen Schlag gelöst waren.

Es stellte sich schnell heraus, dass unser Rahmensystem im Vergleich zu den existierenden Profillieferanten am Markt an Vorsprung gewann. Weltweit hatte niemand dieses System, wir waren also demzufolge einzigartig am Markt!“


Warum genau 62 mm?

„Mit Delta Light hatten wir schon etwas Erfahrung im Bau von Ständen. Jedes Mal wurde man mit den Abmessungen der Nachbarn konfrontiert, so dass man die benötigte Toleranz in den Abmessungen haben musste. Wir mussten also in der Breite unter einem Meter bleiben und nach ein bisschen Rechenarbeit kamen wir auf ein Vielfaches von 62 mm. Kommt man dann zum Aufbau seines Standes als Letztes in einer Reihe an, in der die Nachbarn bereits aufgebaut haben, dann hat man noch etwas Spielraum, um seine Rahmen dazwischen zu kriegen."


Woher kommen die großen Löcher? 

„Die großen Löcher kamen ebenfalls durch Erfahrungen mit vorigen Systemen und Profilen für den Standbau zustande, bei denen ziemlich oft die Stabilität fehlte. Durch die großen Löcher wurde, mit Hilfe von Verbindungsstücken oben und unten und noch einigen Rohrprofilen mit Unterlegscheiben in den Löchern, eine absolut stabile Konstruktion möglich.“ 


Wie sind Edwin und Stefaan in der Delta Matrix Geschichte mit an Bord gekommen? 

„Das Wachstum und die Weiterverfolgung innerhalb von Delta Light, dem Geschäftsbereich für Beleuchtung innerhalb unserer Firma, wurde zu groß. Da beide Produktsortimente (Rahmensysteme und Beleuchtungsarmaturen) durch einen komplett unterschiedlichen Kundenkreis gekauft wurden, konnte ich beide nicht mehr so weiterverfolgen, wie ich das gerne gemacht hätte. Darum habe ich mich auf die Suche nach Partnern gemacht, die das Rahmensystem weiter ausbauen und auf den Markt bringen wollten. Das Interesse war groß, aber bei Edwin und Stefaan war das Vertrauen am größten. Erst wurden sie Partner, später haben sie die Firma komplett übernommen.“ 


Wie sehen Sie jetzt die Evolution, die die Firma zurückgelegt hat? 

„Delta Matrix hat eine positive, aber normale Evolution zurückgelegt. Die Alleinstellungsmerkmale des Rahmensystems sind nach all den Jahren noch immer die gleichen: Kurze Aufbauzeiten – federleicht – unendlich wiederverwendbar – verschiedene Verkleidungen möglich… das System ist einfach dafür gemacht, Erfolg zu haben! Auch auf dem Vermietungsmarkt hat das Rahmensystem noch viel Potential.“ 


Würden Sie noch einmal die gleichen Entscheidungen bezüglich Delta Matrix treffen? 

„Diese Frage hat man mir schon oft gestellt (lacht), aber ich würde noch einmal die gleiche Entscheidung treffen. Delta Light macht seine Sache doch auch nicht schlecht, oder? Indem wir uns von Delta Matrix getrennt haben, bekamen wir die Möglichkeit, Delta Light optimal weiter zu entwickeln. Um das Rahmensystem ebenso wie unsere Beleuchtungsarmaturen zum Erfolg werden zu lassen, muss man sich kontinuierlich mit Innovationen beschäftigen, sich der Sache zu 100% widmen. 

Ich freue mich, dass Edwin und Stefaan ihre Sache gut machen und dass das System dadurch seinen Weg in der Standbau-Welt gefunden hat.

Und glauben Sie mir, sie haben den Höhepunkt ihres Erfolgs noch nicht erreicht!“

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